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Kreuzwege für Kinder

Misereor Kreuzweg-Liturgie für Kinder

Als Kreuzweg bezeichnet ist der nachgebildete Wallfahrtsweg der Via Dolorosa, der schmerzreichen Straße in Jerusalem, dem Leidensweg Jesu. Die Gläubigen folgen den 14 Stationen, zuweilen ergänzt um die 15. Station, in andächtigem Beten oder Meditationen.


Die nachfolgenden Kreuzweg-Stationen laden zum Beten und Meditieren ein.


Die aktuelle Bildauswahl zeigt die Kreuzweg-Stationen aus dem Misereor Kreuzweg für Kinder 2020.


Misereor Kreuzweg 2020 - Einleitung
Miseror Kreuzweg 2020 - Mit Jesus auf dem Friedens-Weg
 

Jesus wird zum Tod verurteilt

Es war Rüsttag des Paschafestes, ungefähr die sechste Stunde. 

Pilatus sagte zu den Juden: Seht, euer König!

   Sie aber schrien: Hinweg, hinweg, kreuzige ihn! 

Pilatus sagte zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen?

   Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König außer

  dem Kaiser.


Da lieferte er ihnen Jesusaus, damit er gekreuzigt würde.

Joh 19,14 - 16

Jesus wird zum Tod verurteilt. Nils malt den Hass der Menschen rot wie Feuer. Jesus aber liebt alle Menschen, selbst dann, wenn sie hassen. So symbolisiert das Rot auch die Liebe Jesu. Das Kreuz ist schwarz wie der Tod. Es bringt für Jesus den Tod. Dahinter siehst Du schon im Blau die Zukunft der Auferstehung und das Ewige Leben. Jesus leidet Todesangst, wir aber wissen, es wird gut ausgehen.

Lektor*in : Jesus, wenn ich Angst habe vor dem, was kommt, dann will ich glauben, dass Du bei mir bist. Berühre meine Angst mit Deinem Kreuz und gib mir Deinen Frieden.


Lektor*in : Vater unser im Himmel

Alle: Geheiligt werde Dein Name.

1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt

1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt - von Nils Zimmer

 

Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgota heißt.


Joh 19,17

Carla hat das Kreuz mit folgenden Wörtern beschriftet:

Hass, Krieg, Streit, Hunger, Flucht, Bomben, Tod, böse, Zorn, Wut Neid, Panzer, Blut.

Das Kreuz enthält alles, was den Frieden zerstört.

Sie sagt, dass Jesus es vom Dunkel ins Licht trägt.

Jesus sieht, wie wir miteinander umgehen, aber auch unsere Sehnsucht nach einem glücklichen Leben in Frieden.

Jesus will unser Leben berühren, er will es für uns tragen und es verwandeln.

Jesus sagt: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5) Und er trägt das Kreuz dorthin, wo aus Hass Liebe und aus Krieg Frieden wird.


Lektor*in : Jesus, Dein Kreuz ist groß und schwer, so wie das Leid vieler Menschen. Bring zu ihnen Liebe und Frieden.


Lektor*in : Geheiligt werde Dein Name

Alle : Dein Reich komme.


2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern - von Carla Gutwill

 

Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.


Mk 15,20

Ben malt Jesus draußen vor der Stadt Jerusalem. Der Himmel ist schwarz, der Weg schmutzig braun und darunter nur noch grau. Die Stadt mit ihren Eingängen und dem fröhlichen Treiben muss er hinter sich lassen.

Jesus ist der einsame Außenseiter, der von allen ausgeschlossen und gehasst wird.


Sie machen ihn zum Sündenbock für ihre eigene Schuld. Er kann das Kreuz kaum tragen, so schwer ist das Leid aller, die aus-gestoßen und gemobbt werden, nur weil sie anders sind. Darüber stürzt Jesus zu Boden. Aber Jesus will auch dieses Kreuz der Außenseiter dorthin tragen, wo der Fremde zum Freund wird, wo der Ausgestoßene wie-der dazugehört. Der Frieden bleibt dort, wo wir einander verzeihen und vergeben.


Für das Gebet nehmen wir einander an die Hand.


Lektor*in : Jesus, lege meine Hand in die Hand des Außenseiters. Schenk uns Versöhnung und Freundschaft untereinander.


Lektor*in : Dein Reich komme

Alle : Dein Wille geschehe.

3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz - von Ben Zimmer

 

Jesus begegnet seiner Mutter

So habt auch ihr jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen;

dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude.


Joh 16,22

Maria ist vor dem Krieg aus Syrien mit ihrer Familie nach Köln-Worringen geflüchtet. Sie malte die Begegnung von Jesus mit seiner Mutter.


Die Szene ist eingehüllt in das Blau, das wir vom Himmel kennen. Aber auch vom Meer. Vielleicht ist es das Meer der Tränen, die Maria um ihren Sohn Jesus weint. Traurig schaut sie uns aus dem Bild an.

Maria weiß, dass ihr Sohn bald sterben wird. Mutter und Sohn verstehen sich ohne Worte. Er zeigt ihr das Kreuz und sie versteht ihn. Beide wollen den Frieden für uns, aber er hat einen hohen Preis.

Wo wir unser Leid miteinander teilen, entsteht eine neue Gemeinschaft.

Das gibt uns Kraft, das Schwere auszuhalten und unseren Weg miteinander weiterzugehen. So wird aus dem Meer der Tränen der Himmel der Hoffnung.

Lektor*in : Jesus, so viele Mütter weinen um ihre Kinder, die sie sterben sehen mussten. Verwandle Du die Tränen aller Mütter in den Himmel

der Hoffnung und  gib ihnen deinen Frieden.


Lektor*in : Dein Wille geschehe

Alle : Wie im Himmel, so auf Erden.

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter - von Maria Kameyah

 

Simon von Kyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

Einen Mann, der gerade vom Feld kam,

Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus,

zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.


Mk 15,21

Lars hüllt die Szene ebenfalls in Blau. Das Braun des Weges geht in das Grün des Feldes über. Ein Mann hilft Jesus.

Es istein Bauer, der auf dem Land arbeitet und die Zeichen der Zeit genau kennt. Er weiß, wann die Zeit zum Pflügen, zum Säen und zum Ernten ist. Eigentlich will er schnell zu seiner Familie nach Hause.

Aber die Soldaten zwingen ihn, Jesus zu helfen.

Jetzt ist es Zeit zu helfen. Wir verbrauchen Energie, Rohstoffe und Nahrung in großer Menge. Unser Planet verliert die Grundlagen,

die alle Menschen zum Leben brauchen.

Sauberes Wasser, saubere Luft, nährstoffreiche Lebensmittel werden immer weniger. Die Menschen des Südens warten auf unsere Unterstützung. Sie brauchen unsere Hilfe, auch wenn es bedeutet,

dass wir unseren Lebensstil ändern und auf Manches  verzichten müssen. Jesus lädt uns ein, das Kreuz der Erde und der Menschheit helfend mitzutragen. Jetzt ist die Zeit, unsere Bequemlichkeit zu überwinden

und mit einem neuen Lebensstil zu beginnen.

Dann kann überall der Frieden einkehren.

Lektor*in : Jesus, lass uns heute dort helfen, wo es nötig ist,

auch wenn es uns schwer fällt.


Lektor*in : Wie im Himmel, so auf Erden

Alle : Unser Tägliches Brot gib uns heute.

5. Station: Simon von Cyrene hilf Jesus das Kreuz tragen

5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus  - von Lars Zimmer

 

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Er hatte keine schöne und edle  Gestalt, sodass wir ihn anschauen   mochten. Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an ihm.

Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden,

ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er ver-achtet; wir schätzten ihn nicht.“


Jes 53, 2a - 3

Sarah hat Jesu blutendes Gesicht auf einem Tuch gemalt.

„Das Schwarz ist wie der ewige Tod“, sagt sie und „das Tuch ist wie ein Fenster da drin“. Sie schreibt darunter „Hin-schauen“.

Auch Sarah ist aus Syrien zu uns gekommen.

Mitten in der Menge steht eine Frau namens Veronika,

die Mitleid mit Jesus hat. Sie sieht ihn verwundet und blutverschmiert.

Sie kennt das wirkliche Gesicht Jesu, seine ernsten Züge und die lebendigen Augen. Veronika kann den Anblick nicht ertragen, ohne zu helfen. Schnell reicht sie ihm ein Tuch, damit wenigstens sein Gesicht wieder erkannt wird und er durch das Blut hindurch den Weg sehen kann. Als sie später das Tuch entfaltet, erkennt sie sein Gesicht als Abdruck darauf wieder.

Es gibt Menschen, die wir nicht anschauen wollen. An einigen schauen wir absichtlich vorbei und manchmal können wir uns sogar selbst im Spiegel nicht ansehen. Jesus trägt das Kreuz des Hinschauens und lädt Dich

ein, mit Deinem Blick eine Brücke zum Frieden zu bauen.


Such Dir einen Partner, legt Euch die Hände gegenseitig auf die Schulter und schaut euch in die Augen. Dann sagt langsam: „Der Friede sei mit Dir.“

Lektor*in : Jesus, in Deinem Blick liegt der Frieden der ganzen Welt.

Schau uns an und gib uns Kraft hinzuschauen, wo andere weg-schauen.


Lektor*in : Unser tägliches Brot gib uns heute

Alle : Und vergib uns unsere Schuld.

6.Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

6.Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch - von Sarah Kameyah

 

Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in  

die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt,

bringt es reiche Frucht.


Joh 12,24

Nils malt die braune Erde des Weges als Hintergrund. Zum zweiten Mal fällt Jesus. Dort liegt er auf der Erde, flach ausgebrei-tet , mit Dornen gekrönt, blutig, vom Kreuz begraben. Aus Filz ist das braune Holzkreuz darübergelegt. Es ist wie ein Briefbeschwe-rer , der die frohe Botschaft Gottes an die Erde haftet, damit sie nicht verloren geht.


Von unten strecken sich zwei Hände heraus. „Die rote Hand steht für den Sturz“, erklärt Nils, „und die weiße Hand für das Aufstehen“. Echte Stacheln bilden die Dornenkrone und stehen für jeden Irrweg, jede  Verzweiflung und jede Hoffnungslosigkeit. Frieden ist jede Anstrengung wert. Mitletzter Kraft stemmt Jesus die Hände auf die Erde und hebt seinen Körper dem Frieden entgegen. Dorthin will er mit uns gehen.


Ein Kind legt sich auf den Boden und  versucht das Kreuz mit dem Rücken  anzuheben. Die anderen helfen, wenn das Kind es wünscht.

Lektor*in : Jesus, Du bist nicht liegen geblieben, sondern aufgestanden. Lasst uns einander aufhelfen, wo wir nicht mehr weiter können.


Lektor*in : Und vergib uns unsere Schuld

Alle : Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

7.Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

7.Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz - von Nils Zimmer

 

Jesus begegnet den weinenden Frauen

Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder!

Denn siehe, es kommen Tage, da wird man sagen: Selig die Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben. Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns! und zu den Hügeln: Deckt uns zu! Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?


Lk 23,28 - 31

Am Rand des Weges stehen einige weinende Frauen.

Lena hat sie in ihrem Bild ganz unterschiedlich gemalt: Viele tragen

ein blaues Kleid, das sie mit dem Blau des Hintergrunds verbindet. Es sieht fast so aus, als ob die Frauen in einem Meer aus Tränen versinken.

Das Meer ist aufgewühlt und man ahnt den kommenden Sturm.

So viele Menschen werden in der ganzen Welt verfolgt und getötet. Wie schwer haben es die Menschen in Syrien, inmitten der rücksichtslosen Gewalt, in Frieden zu leben. Viele suchen in der Ferne nach einer neuen, friedlichen Heimat. Sie überqueren das Meer, das für viele schon zum Grab geworden ist.

Wir leben dankbar in Frieden miteinander. Das ist sehr wertvoll.

Der Dank hilft uns, mit den Familien, die auf der Flucht sind, mitzufühlen. Gastfreundlich heißen wir sie willkommen und helfen ihnen, hier zurecht-zukommen. Aus Fremden werden Freunde. Geflüchtete finden eine neue Heimat.


Wir geben einander die Hand, nennen   einander beim Namen und sagen „N. N.,sei willkommen!“

Lektor*in : Jesus, wir bitten für alle, die auf der Suche nach einem friedlichen Leben sind. Wir bitten für alle, die mit ihrer Gastfreundschaft eine friedliche und gerechte Gesellschaft aufbauen.


Lektor*in : Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Alle : Und führe uns nicht in Versuchung.

8.Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen

8.Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen - von Lena Ludwig

 

Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Aber er hat unsere Krankheit   getragen und unsere Schmerzen

auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt. Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Vergehen, wegen unserer Sünden zermalmt.


Jes 53,4 - 5

Hermine zeigt uns Jesus, wie er in einem Meer aus Blau liegt. Über ihm steht das große braune Kreuz. Sein Gewand ist vom Blut rot gefärbt und die Dornenkrone quält ihn. Jesus ist am Ende seiner Kräfte, der Weg ist zu lang und steil, das Kreuz ist zu groß und schwer. Hilflos streckt er

seine Arme aus. Das Ziel ist unerreichbar, alles scheint umsonst.

Das Blau wird ihn verschlucken und das Kreuz des Friedens

wird vergessen sein.

Doch wenn Du das Bild genau betrachtest, sieht es so aus, als ob das Kreuz Jesus vom Boden aufheben will. Es beugt sich zu ihm und will ihn jetzt tragen. Selbst wenn es keine Hoffnung auf Frieden mehr gibt, so hat Gott immer noch eine Idee für uns. Er selbst wird den Frieden bringen und uns beistehen. Seine Arme strecken sich nach Dir aus. Er will Dir seinen Frieden schenken. Du wirst ihn weitertragen.


Gemeinsam versuchen wir, das Kreuz mit dem Tuch hochzuheben und tragen es zur nächsten Station.

Lektor*in : Jesus, wenn ich nicht mehr kann, dann vertraue ich auf Deine Hilfe.


Lektor*in : Und führe uns nicht in Versuchung

Alle : Sondern erlöse uns von dem Bösen.

9.Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

9.Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz von Hermine Annas

 

Jesus wird seiner Kleider beraubt

Nachdem die Soldaten Jesus ge kreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand war aber ohne Naht von oben ganz durchgewoben. Da sagten sie zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies taten die Soldaten.


Joh 17,23 – 24

Denn ihr alle, die ihr auf  Christus getauft seid, habt  Christus angezogen.


Gal 3,27

Es ist fast geschafft. Die Soldaten ziehen Jesus nackt aus und verteilen seine Kleider. Ein Gewand ist besonders wertvoll, deshalb würfeln sie, wer es behalten darf.

Maja vermischt das Blau mit dem Rot und der Hintergrund färbt sich in violett, der Farbe der Fastenzeit. Das ist die Zeit, in der wir uns auf das wirklich Wichtige konzentrieren. Die Würfelaugen ergeben addiert die Zahl Zehn, die uns an die Zehn Gebote erinnert und die Vollendung symbolisiert. Auf ihrer Oberfläche spiegelt sich das Blau des kommenden Friedens.

Das Gewand Jesu ist von weißen Streifen durchzogen. Sie erinnern uns an die Taufe, an die große Zusage Gottes an uns: Du bist mein geliebtes Kind! Mit der Taufe haben wir Christus angezogen. Deshalb trägst Du Christus und seinen Frieden bereits in diesem Moment.


Wir legen uns gegenseitig das Tuch kurz wie einen Umhang um.

Lektor*in : Jesus, wir bitten Dich für die Menschen, die alles verloren haben, sei Du ihnen nah und schenke ihnen Frieden.


Lektor*in : Sondern erlöse uns von dem Bösen

Alle : Denn Dein ist das Reich und die Kraft.

10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt

10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt - von Maja Blömker

 

Jesus wird ans Kreuz genagelt

Alle sollen eins sein: Wie du,   Vater, in mir bist und ich in dir   bin, sollen auch sie in uns sein,   damit die Welt glaubt, dass du   mich gesandt hast.


Joh 17,21

Es sind große, schwarze Nägel, mit denen Jesus an das Kreuz geschlagen wird. Sie durchdringen seine Handgelenke und seine Füße. Die Dornenkrone verletzt seinen Kopf. Jesus ist am ganzen Körper verwundet.

Helena zeigt uns mit einem Nagel seine blutende Schulter, auf der er das Kreuz des Friedens trug. Einen eisernen, römischen Nagel hat sie durch die Leinwand gesto -chen. Damit will sie ausdrücken, dass die Schmerzen und die Qualen so echt wie dieser Nagel   waren. Das alles ist wirk-

lich geschehen. Bis heute gibt es so viele Menschen, die ganz unterschiedliches Leidaushalten müssen.

Jesus leidet mit jedem und jeder Einzelnen mit. So fest, wie er

mit dem Kreuz verbunden ist, so fest ist er mit jedem leidenden Menschen verbunden. Ihnen allen neigt sich das Kreuz zu. Bei ihnen findest Du Jesus und das Kreuz des Friedens.


Bitte Jesus, sein Kreuz des Friedens dorthin zu bringen, wo Du meinst, dass es am dringendsten gebraucht wird.

Die Teilnehmer*innen äußern ihre Bitten.

Lektor*in : Herr, verbinde das Leid der ganzen Welt mit Deinem Frieden.


Lektor*in : Denn Dein ist das Reich und die Kraft

Alle : Und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

11.Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt

11.Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt - von Helena Ritter

 

Jesus stirbt am Kreuz

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas , und Maria von Magdala . Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter:

Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe,

deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.


Joh 19,25 - 27

Das Ziel ist erreicht: der schwere Weg ist zu Ende und das Kreuz des Friedens ist für immer mit Jesus verbunden. Da macht Jesus etwas Neues. Er verbindet zwei Menschen zu einer neuen Familie. Seiner Mutter über-gibt er den Lieblingsjünger, so ist der nicht allein. Er soll ihr neuer Sohn werden und wird so zum Bruder von Jesus. Jesus gründet eine neue Familie des Friedens.

Auch du bist Teil dieser Familie. Aber nicht immer ist in unseren Familien Frieden. Die friedlichen Zeiten können sehr kurz sein. Laden wir Jesus in unsere Familie ein, dann breitet sich der Friede über alle aus. Das hat Gott mit seinem Bund versprochen.


Über dem Kreuz wölbt sich der bunte Bogen Gottes am blauen Himmel. Lana verbindet so den ersten Bund Gottes aus dem Alten Testament mit dem zweiten, endgültigen Bund des Neuen Testaments. Auch sein Name ist ein Hinweis auf Gottes Bund. Jesus bedeutet übersetzt: Gott rettet.Das ist die zwölfte Station: Gott rettet und das Kreuz des Friedens bleibt für immer.


Stellt das Kreuz in der Mitte auf, haltet es gemeinsam eine Weile miteinander fest. Werdet still und spürt: Es ist Frieden. Hier. Jetzt.

Lektor*in : Jesus, Dein Kreuz schenkt der Welt Frieden. Danke Jesus, du bist der Friede.


Lektor*in : Und die Herrlichkeit in Ewigkeit

Alle : Amen.

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz - von Lana Jungbluth

 

Jesus wird vom Kreuz abgenommen ...

Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur im Verborgenen. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. Es kam auch Nikodemus, der früher einmal   Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus   Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit   Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.


Joh 17,38 - 40

Was bleibt vom Kreuz und Leiden von Jesus? Wie wird es weitergehen? Wer war dabei und kann uns erzählen, wie es wirklich war? Auf dem Bild sehen wir das Kreuz ohne Jesus. Es zieht sich zurück und wird zur Erinnerung. Auf der grünen Erde in der Mitte ein blaues Stück Filz. Ganz klein am Rand sehen wir noch einen Rest der Dornenkrone mit echten Dornen. Der Himmel ist durch das Schwarz des Todes und die Tränen der Trauer zu einem tristen Grau vermischt.

Paula komponierte in die Mitte des Bildes die trauernde Mutter Jesu.

Sie schaut zurück auf das Leben ihres Kindes, ihr Gesicht sehen wir nicht. In ihren Händen hält sie die Dornenkrone. Sie weiß, dass er für unseren Frieden gestorben ist. Es war nicht umsonst. Es gibt schlimme Stunden im Leben, besonders dann, wenn niemand da ist, der tröstet. Dann sind das Kreuz des Friedens und die tröstende Hand der Mutter Gottes bei Dir. Lass Dich in Deiner Vorstellung von ihrem blauen Mantel einhüllen.


Überlege, wen Du am liebsten umarmen würdest. Es kann jemand aus der Gruppe sein. Durch Dein Mitgefühl wird der Frieden sich in der Welt ausbreiten. Ihr könnt das auch vor allen sagen.

Lektor*in : Jesus, lass mich mit meinen Händen Traurige trösten, mit anderen teilen und dort mithelfen, wo ich gebraucht werde.


Liedruf : „Geh mit uns auf unserm Weg, geh mit uns, auf unserm Weg.“

Alternativ GL 182 Du sei bei uns

13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt - von Paula Mellert

 

Der heilige Leichnam Jesus wird in das Grab gelegt

An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand  bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und  weil das Grab in der Nähe lag,   setzten sie Jesus dort bei.


Joh 17,41 - 42


Am unteren Rand des Bildes sehen wir die Beerdigung von Jesus. Ben hat ihm ein purpurnes Totenkleid gemalt. Jesus soll in die kostbarsten Gewänder eingehüllt sein, wie ein König. Er ist der Erste, der gestorben und auferstanden ist. Er blieb nicht tot, sondern lebt. Noch ruht er im Grab. Es erinnert an das Grabmal eines Königs, der hier mit seinem Gefolge liegt. Und tatsächlich hat Ben weitere Menschen gemalt, die ganz nah bei Jesus liegen. Sie haben das Kreuz des Friedens durch die Jahrhunderte weitergetragen und unzähligen Menschen den Frieden gebracht. Viele haben dafür gelitten und ihre Leben dafür gegeben, damit andere Menschen in Frieden und mit Gott leben können. Als Zeichen dafür stehen bis heute Kreuze auf den Gräbern der Christen. Am linken Rand steht auf dem weißen Kreuz: Oskar Romero. Er war Erzbischof in El Salvador und wurde wegen seines Einsatzes für Frieden und Gerechtigkeit für die Ärmsten ermordet. Seine Geschichte hat Ben beeindruckt.


Die zweite Etage des Grabes zeigt den Eingang mit dem großen runden Stein. Das Grab ist offen, der blaue Himmel scheint herein. So wird es auch drei Tage später aussehen: Das Grab ist leer und Jesus ist auferstanden. Dann hat das Kreuz des Friedens das Tor zum Vater im Himmel geöffnet. Das Grau symbolisiert auch das Unbekannte, das niemand je gesehen hat. Wie es genau im Himmel ist, wissen wir nicht, aber wir glauben an den ewigen Frieden in Gott.

Das violette Kreuz des Friedens steht auf dem Grab, so wie heute die Kreuze auf den Kirchtürmen. Sie zeigen der Welt: Hier sind Menschen, die Jesus nahe sind und seinen Weg des Friedens gehen .

Lektor*in : Jesus, hilf uns Menschen des Friedens zu sein. Amen.

14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird in das Felsengrab gelegt

14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird in das Felsengrab gelegt
- von Ben Eberlein

 


Weitere Kreuzwege

Misereor Kreuzweg 2018

Kreuzweg-Stationen am Friedhof Petersberg
 
 

Der Weg der Hoffnung

Der Künstler Dr. Ulrich Barnickel schuf vierzehn monumentale Skulpturen auf einer Strecke von 1,4 km Länge auf dem Todesstreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen.


Ein Kunstwerk, ein Mahnmal, ein Anstoß zum Nachdenken und Reflektieren. Der Weg der Hoffnung mit seinen 14. Stationen knüpft er an den christlichen Kreuzweg an

 
 

Kreuzwegstationen unterhalb der Lioba-Kirche

 
 

Kreuzweg oberhalb Ta'Pinu, Insel Gozo/Malta

 
 

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